Zweiter Kurs in Kooperation mit dem Seminar für ländliche Entwicklung (SLE) der HU Berlin

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Nach der erfolgreichen Fortbildung im Frühjahr 2017 wurde auf Wunsch der Teilnehmer aus Mali im Mai 2019 ein zweites mehrtägiges Seminar zur Berufspädagogik an der Berliner Landesstelle durchgeführt. Dieses Entwicklungsprojekt im Rahmen der Zusammenarbeit mit Mali, Teil des „Marshallplans mit Afrika“, wird Ende 2019 abgeschlossen. Die Reise der Teilnehmer nach Berlin sollte die bisherige erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Trägern der deutschen Entwicklungszusammenarbeit vertiefen und neue Impulse für die Arbeit in Mali liefern.

Das Programm wurde wiederum in enger Abstimmung mit dem Seminar für ländliche Entwicklung (SLE) an der HU Berlin geplant. Wünsche der Teilnehmenden wurden im Vorfeld erfragt und konnten so in das berufspädagogische Thema eingebaut wurden. Ausgehend von den Möglichkeiten an der Peter-Lenné-Schule lagen die ausgewählten Schwerpunkte in der Landwirtschaft und dem Gartenbau. Die allgemeine Einführung in den aktuellen Stand der heutigen Berufs- und Arbeitspädagogik oblag Dr. Delef Haß, der das Konzept der Handlungs- und Kompetenzorientierung in der Berufsausbildung als didaktisch-methodischen Schwerpunkt am ersten Tag präsentierte. Die Demonstration einer zeitgemäßen Unterweisungsübung aus dem Gartenbau ergänzte die berufspädagogische Theorie und schloss den ersten Tag gelungen ab!

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Im gewählten Themenschwerpunkt „Ökonomische und ökologische Wasserausbringung auf gärtnerischen und landwirtschaftlichen Flächen“ am nächsten Tag hatten die Teilnehmer in Kleingruppen nach dem fachlichen Input durch die Dozenten der Landesstelle die Aufgabe, eine eigene kleine Tröpfchenbewässerungsanlage unter didaktischen Aspekten modellhaft zu erstellen und zu präsentieren. Dabei konnte das „Modell der vollständigen Handlung“ – theoretisch am ersten Tag vermittelt – praktisch erfolgreich umgesetzt werden.

Der anschließende Samstag stand dann ganz im Zeichen der ausgewählten Fachthemen. Eine Gruppe befasstes sich unter Leitung des Dozenten Joachim Brych intensiv mit dem Thema „Boden und Bodenfruchtbarkeit“, eine zweite mit dem Dozenten Roland Schnell mit „Biomasse und Bioenergie“ und die dritte Gruppe mit dem Thema „Bienenzucht und Bienenhaltung“, angeleitet von den Kollegen Martin Breszinski, Martin Rammensee und Eike Steiner. Nach dem fachlichen Input konnte der Nachmittag schon zur Erarbeitung verschiedener berufspädagogischer Fragestellungen in Vorbereitung auf die spätere Unterweisungsübung genutzt werden.

An vierten und letzten Tag des Seminars durften die Teilnehmer aus Mali als Gäste an der Unterweisungsübung im Rahmen der Technikerprüfung teilnehmen. Sehr offen wurde danach sowohl mit den Prüflingen, als auch mit den Prüfern, über die Prüfung, deren Durchführung und die Ergebnisse diskutiert. Den Abschluss bildeten eigene Unterweisungsübungen aus den jeweiligen Themenschwerpunkten, die zeigen sollten, ob das erlernte Wissen auch in die Praxis erfolgreich umgesetzt werden kann. Und die Ergebnisse konnten sich sehen lassen und überzeugten das ganze Team!

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Was bleibt? Mögen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihre Kenntnisse mit Erfolg in ihrer täglichen Arbeit zum Einsatz bringen, um die örtlichen Lebensverhältnisse in den ländlichen Regionen Malis zu verbessern und ihr Wissen als Multiplikatoren im Lande weitergeben. Die Landesstelle kann dazu nur einen kleinen Beitrag leisten, aber sicherlich Denkanstöße liefern. In unserer „einen Welt“, die es gemeinsam zu erhalten und nachhaltig im Sinne der SDGs zu entwickeln gilt, kann die Landesstelle ihren kleinen, bescheidenen Beitrag leisten!

Mein Dank gilt den genannten Kollegen, der Schulleitung, den langjährigen Landesstellenunterstützern und Guillaume Imbert mit den Kolleginnen vom SLE. Im Team haben wir ein zweites Mal diese Aufgabe mit großem Engagement sehr gut bewältigt und die Teilnehmer mit einem guten Gefühl und vielen neuen Impulsen in ihre Heimat verabschiedet.

Klaus Pellmann
Landesstellenkoordinator

 

 

Bildnachweis:
© 2019 Martin Rammensee, Landesstelle