„Schön war die Zeit…!“

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Jedes Berufsleben geht einmal zu Ende, vor allem wenn man schon über das 65ste Lebensjahr hinaus immer noch im Dienst ist! So war es bei unserem Kollegen Martin Rammensee, der von uns vor den Sommerferien 2019 verabschiedet wurde.

Dieser Abschied musste gebührend gefeiert werden, hatte doch Martin ganz entscheidend das Klima in der Schule seit über 25 Jahren und unsere gemeinsame Arbeit in der Landesstelle in den letzten 12 Jahren geprägt! Viele Kolleginnen und Kollegen unserer Schule, aus anderen Oberstufenzentren, Ehemalige, Familie, Freunde und Bekannte waren gekommen, um gemeinsam mit Martin diesen Tag gemeinsam zu verbringen. Das Wetter war perfekt, so dass die Veranstaltung wie geplant im Südhof unserer Schule stattfinden konnte.

Nach Martins einleitenden Abschiedsworten konnte er das Programm genießen, dessen Ablauf ihm im Vorfeld nicht bekannt war. Nach der Dankesrede unseres Schulleiters Stephan Alker lasen Reisebegleiterinnen und -begleiter aus Martins Tagebüchern kurze Passagen vor. Harald Sterzenbach, ehemals Knobelsdorff-Schule, aus dem Kamerun-Tagebuch von 2010, unserer ersten gemeinsamen Afrikareise. Den zweiten Teil bestritt Jana Gross, die als ehemalige Landesstellenteilnehmerin mit uns 2014 in Äthiopien war. Ludovic Dakossi von der Beniner Botschaft zitierte die Eindrücke unserer Benin Reise aus 2017 und abschließend trug Prof. Dr. Michael Hartmann Passagen aus seinen letzten Reiseeindrücken 2018 in Kamerun vor. Sämtliche Tagebücher wurden Martin abschließend in der Druckversion als Buch übergeben, eine sehr schöne Erinnerung an gemeinsame Reisen und sicherlich für viele Leserinnen und Leser ein interessanter Einblick in die Gedankenwelt Martins, das Leben in afrikanischen Staaten und unsere Arbeit.

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Musikalisch umrahmten Gérard und Samba die Lesungen, die mit ihrer afrikanischen Weltmusik genau für die Stimmung sorgten, die zum Wetter, dem Anlass und den Erzählungen aus Afrika passten. Und auch der Auftritt unseres ehemaligen brasilianischen Landesstellenteilnehmers und Artisten Vitor Garcia de Almeida bezauberte die Gäste, nicht nur durch seine phantastische Kostümierung!

Aber auch ein kleiner Rückblick auf gemeinsame Freizeitaktivitäten durfte natürlich nicht fehlen. Passend zu Martins Jugend trat eine kurzfristig gegründete „Hippieband“ auf, die auf ihren „Instrumenten“ einen wohlbekannten Hit der Gruppe „Free“ aus dem Jahr 1970 zum Besten gab! (YouTube-Video)  Das war der letzte Höhepunkt des Nachmittags und machte allen noch einmal deutlich, dass Beruf und Freizeit nicht zwingend trennend, sondern sehr wohl auch verbindend wirken können!

Der wunderschöne Nachmittag endete so wie häufig in den Abendstunden entspannt an den Biertischen unter Bäumen im Schulgarten und wird sicherlich vielen – vor allem aber Martin – lange in Erinnerung bleiben! Und was möchte wir Dir für die Zukunft mit auf den Weg geben:

„Bleibe gesund, genieße gemeinsam mit der Familie und den Freunden Deinen Ruhestand, schreibe weiter fleißig, genieße Kunst und Kultur…es war eine verdammt schöne Zeit mit Dir, lieber Martin!“

“Para…, para…, paradise!“ (YouTube-Video)

Klaus Pellmann
Landesstellenkoordinator

 

 

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Martin Rammensee:
Meine Abschiedsfeier an der Peter-Lenné-Schule/Landesstelle am 14. Juni 2019

Spreche leider erst heute meinen Dank an Klaus Pellmann, Herrn Stefan Alker und den vielen Kolleginnen/Kollegen der Peter-Lenné-Schule/Landesstelle aus. Nach dem schönen Fest war ich kurz darauf in mein zweites Zuhause in Südfrankreich abgereist. Nach 26 Jahren der schönen Arbeit an „meiner“ Schule wurde ich am Freitag, den 14. Juni 2019, im Sommergarten mit einem tollen Fest in den Ruhestand verabschiedet.

Am Tag des Fests durfte ich die Schule erst kurz vor Beginn betreten, was für mich überhaupt die erste Schul-/Landesstellenfeier war, an deren Aufbau ich nicht beteiligt war. Viele fleißige Hände, stellvertretend sei mein Kollege Eike Steiner genannt, hatten unseren „Sommergarten“ in einen Festplatz am See verwandelt.

Zuerst erzählten Herr Alker und Herr Pellmann, wie sie mich das erste Mal wahrgenommen haben, garniert mit kleinen Geschichten zu meinem Leben an der Schule. Klaus umschrieb meinen Werdegang mit „Vom Albschrat zum Kulturbeauftragten der Landesstelle“.

Klaus hatte meine gesamten Tagebuchtexte der Landesstelle-Afrikareisen zu einem Buch binden lassen. Daraus lasen nun die jeweiligen Teilnehmer einer Reise, sei es Kamerun, Äthiopien oder Benin, vor. So traten nacheinander Harald Sterzenbach, Jana Gross, Ludovik Dakossi und Michael Hartmann ans Mikrofon und erzählten so aus meinen Reiseberichten und zu meiner Person. Herrn Dakossi gefielen vor allem meine philosophischen Fragestellungen und der fesselnde Blick auf fremde Kulturen, nicht nur mit der Kamera, sondern vor allem mit dem Stift in der Hand. Das Ganze wurde von Gerard mit seiner „Samba“-Gruppe untermalt.

Von den früheren Teilnehmern der Landesstellenkurse waren so einige gekommen, auch Vitor Garcia de Almeida, der in brasilianischem Karnevalsgewand auf Stelzen in luftiger Höhe um uns tanzte. Herr Alker stand für uns am Grill und Herr Leimgruber sorgte für die Getränke zum Aperitif, für die „Amuse-gueules“ hatte Mike aus unserer Schulmensa gesorgt.

Nicht nur die tollen Bücher, die ich geschenkt bekam, führten mich neben den Erinnerungen bei der nochmaligen Lektüre in die weite Welt und bereicherten viele Abende in meinem südfranzösischen Zuhause.

 

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Wenn ich auch meine Schlüssel abgab, werde ich doch noch hin und wieder, so wie die Schüler, durch den Schuleingang diese „meine“ Schule betreten, wenn mich meine Wege nach Berlin zurückführen.

Also noch einmal vielen, vielen Dank an die Mitstreiter/-innen, seien es Kollegen/-innen, Schüler/-innen oder die vielen Teilnehmer/-innen der Landesstelle, die mir mit der Zusammenarbeit auf dem Zurücklegen eines solch langen Stück Lebenswegs in einer wirklich positiven und schönen Arbeit zur Seite standen.

Ganz zum Schluss, leider viel zu kurz, überreichten mir die Mitarbeiter/-innen der Fachpraxis und der Gärtnerei einen ganzen „Strauß“ von Gutscheinen, die mir in den besten Cafés der Stadt (natürlich immer mit Kuchen) den Abschied in den nächsten Wochen dann doch etwas versüßen...

Danke, Danke und auf Wiedersehen, sei es an der Peter-Lenné-Schule, in Berlin, in Brandenburg oder im sonnigen Süden,

Euer Martin Rammensee

 

Download

Dienstreisen der Landesstelle nach Kamerun, Äthiopien und Benin (2010 – 2018). Aus den Tagebüchern von Martin Rammensee  (19,6 MB)

 

 

Bildnachweis:

© 2019, Martin Rammensee und Hailu Temesgen, Landesstelle Berlin