Bildung für nachhaltige Entwicklung – Best-practice-Beispiele aus dem schulischen (beruflichen) Kontext

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So lautetet am 18. Mai 2021 der Titel für unsere Veranstaltung zur Eröffnung der UNESCO-Weltkonferenz „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ in Deutschland.

Leider hatte Frau Dr. Angela Merkel schon einen anderen Part im Rahmen der Veranstaltung übernommen, so dass wir uns mit einem virtuellen Ausstellungsstand und einer Videokonferenz zu unseren nachhaltigen Projekten von 17.15 bis 18.15 Uhr begnügen mussten.

Gerne hätten wir schon im Mai 2020 internationalen Konferenzgästen unsere Schule vor Ort präsentiert, aber leider musste diese Veranstaltung pandemiebedingt in ein digitales Format für 2021 umgewandelt werden.

Digitaler Ausstellungsstand der Peter-Lenné-Schule

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Für die Veranstaltung waren Kooperationspartner der Schule eingeladen. Neben Prof. Dr. Michael Hartmann von der SRH-Hochschule unterstützte uns in Präsenz Frau Sigrid Baumgardt als Bezirksschulrätin, stellvertretend für die „Grünen Lernorte“ des Bezirks.

Zugeschaltet waren Frau Karola Braun-Wanke von der Koordinierungsstelle Natur, Umwelt und Nachhaltigkeitsbildung (FU Berlin) und Frau Petra Brandtstädter von der Senatsschulverwaltung, zuständig für die Berliner Umweltschulen – Internationale Nachhaltigkeitsschulen. Letztere überbrachte schon einmal vorab die gute Nachricht, dass die Peter-Lenné-Schule auch im Schuljahr 2020/21 wieder als Umweltschule ausgezeichnet wird.

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Der digitale Ausstellungsstand, dessen Bestückung mit einigen technischen Problemen verbunden war, informierte drei Tage lang über unsere Arbeit in der Schule und der Landesstelle. Neben englischsprachigen Vorträgen, Präsentationen und dem Imagefilm ergänzte ein kurzer Text über unsere Einrichtung den Auftritt:

„Die Peter-Lenné-Schule als größte Agrarschule Deutschlands wurde vor kurzem in das OSZ Natur und Umwelt umbenannt. Damit soll die herausragende Stellung des Natur- und Umweltschutzes hervorgehoben und strukturell in der Schule noch stärker verankert werden. Die Schule bildet in vielen „grünen Berufen“ aus, Fort- und Weiterbildungen ergänzen das schulische Angebot. Ein neuer Bildungsgang „Umweltschutztechnische/-r Assistent/-in“ vervollständigt das Portfolio der Schule.

Die angeschlossene Landesstelle für gewerbliche Berufsförderung in Entwicklungsländern bildet Stipendiaten aus Ländern des globalen Südens im Wassermanagement und den Regenerativen Energien fort. Die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen spielen in dieser Ausbildung eine herausragende Rolle und werden durch Kleinprojekte in Ländern des globalen Südens mit örtlichen NGOs regelmäßig in die Praxis umgesetzt.“

Leider war das Interesse an unserer digitalen Präsentation, wohlwollend unterstützt durch Heidrun Bussmann im „Konferenzzentrum“ und Franziska Freiberg im „Übersetzungsbüro“, gering, obwohl deutschlandweit nur ca. 15 Institutionen für die Präsentation ihrer Arbeit im Rahmen der Weltkonferenz ausgewählt worden waren.

Premiere des Imagefilms

Premiere hatte der neue Film von Michael Schäfer über unsere nachhaltigen Projekte. Er wurde begeistert aufgenommen und zeigt Außenstehenden einmal mehr, dass die berufliche Bildung eine Vorreiterrolle in der Umsetzung nachhaltiger Projekte unter Berücksichtigung der „Sustainable Development Goals“ spielen kann.

Imagefilm der Peter-Lenné-Schule von Michael Schäfer

 

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Reden und Diskutieren über nachhaltige Entwicklung auf Konferenzen und im Bildungsbereich ist sinnvoll und trägt zu einem veränderten Bewusstsein im Umgang mit unserer natürlichen Ressourcen bei. Nur müssen diese Ideen auch in die Tat umgesetzt werden und da zeigt sich einmal mehr, dass oftmals nur dann erfolgreich die Gedanken von BNE weitergetragen werden, wenn „Good-practice“-Beispiele – wie die aus der Peter-Lenné-Schule und der Landesstelle – global Nachahmer finden!

Klaus Pellmann

Landesstellenkoordinator

 

 

Bildnachweis
© 2021 Klaus Pellmann, Landesstelle