„Solateurausbildung“ für Ukrainer – Erfolgreiche Unterstützung für das GIZ Projekt zur Verbesserung des Bevölkerungsschutzes und den Wiederaufbau in kommunaler Partnerschaft mit der Ukraine
Das GIZ Projekt wurde zusammen mit der German Solar Academy Network (GSAN) unter Federführung von Matthias Raab im September 2025 erfolgreich durchgeführt. Schon im Herbst 2024 begannen die ersten Planungen für das Vorhaben mit der Berliner GIZ, bei dem auch über 80 deutsche Kommunen beteiligt sind. Diese haben über die GIZ den ukrainischen Partnerstädten 68 Fotovoltaikanlagen mit ca. 38 kW Peak Leistung beschafft, die vor Ort bei kurzzeitigen Stromausfällen die Energieversorgung sichern sollen. Da diese Anlagen aufgebaut und gewartet werden müssen, sollten ausgewählte Fachkräfte aus der Ukraine in Berlin im Bereich Fotovoltaik fortgebildet werden. Das Konzept für eine dreiwöchige Fortbildung entstand, neben einer Woche Online Schulung sollte zwei Wochen in Präsenz in Berlin geschult werden. Für die geplante Fortbildung wurde ein Arge aus der GSAN und der Landesstelle gebildet, die finanzielle Abwicklung lag in den Händen von Matthias Raab.
In der ersten Woche erfolgte der Online Unterricht für die insgesamt 16 Teilnehmenden aus der kommunalen Verwaltung (Energieunternehmen, Wasserversorgungsbetriebe etc.) und Privatunternehmen aus dem Energiesektor. Dies war in erster Linie Aufgabe von Sailful Islam, einem Mitarbeiter der kooperierenden SRH Hochschule aus Berlin. In der Folgewoche konnten die Teilnehmer das Erlernte in ihrer Heimat festigen und sich auf die Präsenzwochen in Berlin vorbereiten. Die Anreise erfolgte am Wochenende 20./21. September 2025 zu den unterschiedlichsten Zeiten, die Unterbringung in angemieteten Ferienwohnungen in Prenzlauer Berg. Fast alle Gäste konnten dann am Montag in der Peter-Lenné-Schule zusammen mit den GIZ Mitarbeitenden Sigrid Vesper und Malte Stuckensen begrüßt werden, lediglich zwei Lehrkräften wurde die Ausreise aus der Ukraine nicht gestattet. In der Peter-Lenné-Schule standen in der ersten Präsenzwoche vor allem einfache Fotovoltaikanlagen mit Anlagenkomponenten, Schaltungen und Berechnungen im Vordergrund der Betrachtungen. Die ehemalige Landesstellenteilnehmer Hailu Temesgen und Hossam Gamil führten die berufspraktischen Übungen durch und unterstützten sinnvoll die Arbeit von Matthias Raab und dem Landesstellenkoordinator. Die Berufs- und Arbeitspädagogik rundeten das Thema abschließend ab. Ein Ausflug in die Knobelsdorff-Schule mit einem Exkurs in die Solarthermie mit dem Landesstellenmitarbeiter Felix Fitschen ergänzte das Programm um einen weiteren sinnvollen Beitrag zum Einsatz von Solarenergie zur Wärmeerzeugung.
Am Wochenende stand dann das Kulturprogramm mit Stadtrundgängen und Museumsbesichtigungen an, wohlwollend unterstützt von dem ehemaligen Landesstellenteilnehmer Hailu Temesgen.
In der zweiten letzten Septemberwoche wechselte die Gruppe sowohl die Unterkunft, indem ein Hotel am Kurfürstendamm bezogen wurde, als auch die Ausbildungsstätte. In der modernen ausgestatteten SRH Hochschule in Berlin-Neukölln knüpfte Sailful Islam zusammen mit Matthias Raab an das Online Seminar an und erweiterte das Wissen über Fotovoltaikanlagen mit weiterführender Theorie und Praxis in den modernen Laboren der Hochschule, sowie mit einem Exkurs in Softwareprogramme zur Kalkulation. Aber auch die praktische Installation einer Anlage auf dem Gelände des OSZ TIEM mit Unterstützung des Solarvereins Charlottenburg-Wilmersdorf war ein weiteres Highlight für die Ukrainer.
So verlief auch diese Woche sehr erfolgreich, Exkursionen zum Solarzentrum und den Berliner Stadtwerken rundeten das Gesamtpaket sinnvoll ab. Trotz des sehr kurzen Vorbereitungszeitraumes und der sprachlichen Barrieren konnte mit Hilfe der Dozenten und Dolmetscher eine für die Teilnehmenden sehr gut konzipierte und durchgeführte Fortbildung zum „Solateur“ erfolgreich abgeschlossen werden. Das positive Feedback der Ukrainer bestätigt das gewählte Format und kann sicherlich auch auf andere Fortbildungen der Landesstelle übertagen werden.
Nach erfolgreicher Online Prüfung im Dezember 2025 erhalten die Teilnehmenden im Januar 2026 ihre sehnlichst erwarteten Zertifikate, um ihrem Heimatland beim Wiederaufbau und hoffentlich baldigem Kriegsende zu dienen.
Klaus Pellmann
Landesstellenkoordinator
Bildnachweis
© 2025 Clement Doku, K. Pellmann, Hailu Temesgen, Landesstelle Berlin















