ls head

Reaktionen...

Reaktionen von Teilnehmern:
 

christoph-sChristoph: „tolles Jahr bei euch in der Landesstelle...”
Weiterlesen...

 

jana-s
Jana:
„Aha-Effekte sind garantiert!”
Weiterlesen...

18. Fachexkursion in die „Naturlandschaft Döberitzer Heide“ – im Naturschutz von Tieren lernen!?

Hannah Becker erläutert die Besonderheiten der „Naturlandschaft Döberitzer Heide

Ein „bunter Haufen“ oder sollte man lieber sagen „hochmotivierte und interessierte Teilnehmer des Landesstellenkurses“ sowie einige Lehrkräfte waren am 18. Juli 2025, dem letzten Kurstag der Landesstelle im Schuljahr 2024/25, bei der Fachexkursion in die Döberitzer Heide der Heinz-Sielmann-Stiftung dabei. Pünktlich um 9.30 Uhr wurden wir vor den Toren der Naturlandschaft von der diplomierten Landwirtin Hannah Becker empfangen, die im Auftrag der Firma „Biohof Betula“ für die Pflege der Naturlandschaft zuständig ist. Nach einer kleinen Einführung über die Geschichte als ehemaliger Truppenübungsplatz und die heutigen landschaftlichen Besonderheiten der Döberitzer Heide durften wir den Planwagen besteigen und fuhren über den Betriebshof zur Maschinenhalle mit diverser Technik für die Pflege von Naturschutzflächen. Dort bestaunten wir den großen, selbstfahrenden Balkenmäher mit nahezu 4 m breitem Doppelmessermähwerk, der zum Schneiden von Wiesengräsern – aufgrund seiner Bereifung auch bodenschonend in Feuchtgebieten – zum Einsatz kommt und einen schonenden Schnitt im Sinne des Naturschutzes ermöglicht. So zum Beispiel eingesetzt im Park Sanssouci zu ökonomischer und ökologischer Mahd der großen Wiesenflächen, aber auch in diversen Naturschutzgebieten Berlins und Brandenburg.

Zuhörer lauschen gespannt den Ausführungen von Hannah Hoch auf dem blauen Wagen“……“sitz ich mit Strohballen ganz bequem!“


Weiter ging die Fahrt durch das Gelände mit Blicken in die von afrikanischen Rindern und Ziegen gepflegte Wiesenlandschaft mit hoher Artenvielfalt. Diese sorgen dafür, dass sich die Wiesen – und Strauchlandschaft nicht in einen Wald verwandelt und seltene Pflanzen auf den unterschiedlichsten Standorten wachsen und gedeihen können. Der Einsatz von Weidetieren zur Landschaftspflege und im Naturschutz hat sich in den letzten Jahren als ein erfolgreiches Verfahren zum Erhalt und zur Förderung von Arten und Landschaftsstrukturen etabliert. In unserer heutigen ausgeräumten Agrarlandschaft mit intensiv genutzten Monokulturen gewinnen strukturreiche Naturräume zunehmend an Bedeutung. Je nach Standortgegebenheit und Naturschutzziel kommen Rinder, Ziegen und Schafe zum Einsatz.


„Brielmeier“-Motormäher mit DoppelmessermähwerkAfrikanische Hochlandrinder auf der WeideNeugierige Ziegen im Anmarsch


Neben einem feuchten Bereich der Naturlandschaft konnten wir uns dann auf dem Anhänger bei einer kurzen Pause stärken, bevor es auf die Weide der Przewalski Wildpferde ging. Diese sind ebenfalls wertvoller Bestandteil des Konzeptes und pflegen einen Teilbereich der Naturlandschaft. Aber auch die Bestimmung der dortigen Wildblumen und Wildkräuter kam nicht zu kurz, so dass der ein oder andere einen bunten Strauß mit in das heimische Wohnzimmer nehmen durfte.

Erläuterungen zur Bedeutung des Bodens als Pflanzenstandort und CO²-SpeicherPflanzenbestimmung am Graben zum FeuchtgebietHannah erläutert die Bedeutung der Feuchtwiesen für den BiotopschutzPflanzenvielfalt auf engstem Raum

Nach dem nahezu vierstündigen Ausflug in die phantastische Naturlandschaft entließ uns Hannah in den wohlverdienten Freitagnachmittag. Alle waren begeistert von ihrem Fachwissen über den Erhalt und die Pflege dieser einzigarten Naturlandschaft vor den Toren Berlins. Manches ist sicherlich in unsere schulische Arbeit zu übertragen, aber auch für unsere Landestellenteilnehmenden war die Exkursion eine wertvolle Bereicherung für neue Projekte in ihren Heimatländern.

Unser Dank gilt vor allem Hannah, aber auch Sascha Fiedler und Lisa Querhammer vom „Biohof Betula“, die zusammen mit Helmut Querhammer von „Döberitzer Heide Galloways“ diese Exkursion für uns möglich gemacht haben.

 

 

Klaus Pellmann
Landesstellenkoordinator

  

Wildblumenschmuck für die häusliche VaseWildpferde grasen in der Nähe der FeuchtwieseAuch Wildpferde lassen sich streicheln…Rustikales Picknick auf dem Planwagen 

 

Bildnachweis
© 2025 Clement Doku, K. Pellmann, Hailu Temesgen, Landesstelle Berlin

 

 

 

Landesstelle für gewerbliche
Berufsförderung in Entwicklungsländern

Hartmannsweilerweg 29
D 14163 Berlin-Zehlendorf

Fon: 030 814901-44
Fax: 030 814901-80
info@landesstelle.org

bvg logostadtplan

Sorry, this website uses features that your browser doesn’t support. Upgrade to a newer version of Firefox, Chrome, Safari, or Edge and you’ll be all set.