„SkillUp Namibia“ – Ein Berufsbildungsprojekt der Landesstelle in Kooperation mit der Berliner Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (BGZ)
Die Landesstelle für gewerbliche Berufsförderung in Entwicklungsländern ist Kooperationspartner im „SkillUp Namibia“ Projekt, finanziert von der Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) auf Bundesebene und der Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit (LEZ) auf Landesebene im Rahmen des Bund-Länder-Programms (BLP). Ziel ist es, benachteiligten Jugendlichen in Namibia praxisnahe berufliche Qualifikationen, unternehmerische Kompetenzen sowie Kenntnisse zu Menschenrechten und demokratischer Teilhabe zu vermitteln. Das Vorhaben baut auf den positiven Erfahrungen früherer Berlin-Namibia Kooperationen auf und wird in enger Partnerschaft mit den namibischen Organisationen Katatura Youth Enterprise Center (KAYEC), Development Aid from People to People (DAPP) und dem National Institute for Democracy (NID) durchgeführt. Berliner Lehrkräfte unterstützen die namibischen Partner in Abstimmung mit der BGZ beim Aufbau von Kurzzeitlehrgängen für Jugendliche, die nach der Schule eine sinnvolle handwerkliche Tätigkeit erlernen sollen. Gleichzeitig sollen die Trainerinnen und Trainer vor Ort fachlich und berufspädagogisch fort- und weitergebildet werden.
Eine erste Erkundungsreise fand Ende November 2025 statt, bei der die Ausbildungsstätten von KAYEC in Windhoek und DAPP in Qutapi, besichtigt wurde. Neben der Qualifikation der Lehrkräfte war die Ausstattung der Schulen und die Materialbeschaffung für die Kurse ein wichtiges Thema, um 2026 zusammen mit den namibischen Partnern ein sinnvolles und bedarfsgerechtes Ausbildungsprogramm zu imitieren. Ausgebildet werden soll in den Bereichen Holz-, Sanitär -und Bekleidungstechnik, sowie im Maler -und Lackiererhandwerk. Berliner Kolleginnen und Kollegen der Max-Bill-Schule (Holztechnik), der Knobelsdorff-Schule (Sanitärtechnik) und der Modeschule Berlin (Bekleidung) werden zusammen mit einem Vertreter der Landesstelle im März 2026 nach Namibia reisen, um zusammen mit den Lehrkräften vor Ort ein adressatengerechtes Fortbildungsprogramm zu entwickeln. Erste Jugendliche sollen anschießend im Frühjahr 2026 in den Ausbildungsstätten geschult und ausgebildet werden. Sie sollen nach erfolgreicher Teilnahme an den Kursen ihr erlerntes Wissen als Selbstständige oder Mitarbeitende in ausführenden Firmen erfolgreich anwende, und sich so eigene Einkommensmöglichkeit schaffen
Der kleine Bericht im Anhang vermittelt einen ersten Eindruck von der örtlichen Situation und beschreibt wesentlichen Schritte, die für den Erfolg des Projekts von großer Wichtigkeit sind.
Unser Dank gilt vor allem den Kolleginnen und Kollegen in Namibia, Nelson Prada und Lisanne Wolter von KAYEK, Gunther Roeber mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von DAPP, sowie unserer „persönliche Betreuerin“ Lafika Joyce. Sie alle haben uns vor Ort sehr unterstützt und nur so konnten wir in die Lebens- und Arbeitswelt der Menschen in Namibia ein wenig „eintauchen“ und besser verstehen.
Klaus Pellmann
Landesstellenkoordinator
Bildnachweis
© 2025 Clement Doku, K. Pellmann, Hailu Temesgen, Landesstelle Berlin





















